Museumsleitung: Johannes Rehder-Plümpe

E-Mail: johannes@olln-handwarkers.de

Telefon: 0421-271209

Öffnungszeiten:
Zu den Märkten

April bis Oktober


11:00 – 17:00 Uhr

Nach Vereinbarung
Sonntags 15:00 – 17:00 Uhr

Im großen Fachwerkgebäude mit dem roten Ziegeldach auf dem Lilienhof ist das Handwerkermuseum der „Oll´n Handwarkers ut Worphusen un annere Dörper e.V.“ untergebracht. Mitglieder der Oll´n Handwarkers trugen seit den frühen 1970er Jahren einen stattlichen Fundus an altem Handwerksgerät und Ausrüstung, historischem Werkzeug und Maschinen, sogar ganze Werkstätten zusammen. Ab 2005 konnten einige Gewerke im Museum präsentiert werden.

Die Auswahl der Gewerke und der ausgestellten Werkzeuge, Geräte und Maschinen hat sich seitdem einige Male geändert. Aufgabe ist und bleibt „aussterbende Berufe der Nachwelt zu erhalten, zu hegen und zu pflegen“. Dabei folgt das Handwerkermuseum dem Leitbild:

„Sammeln – Bewahren – Forschen – Dokumentieren – Ausstellen – Vermitteln“

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Gewerke im Handwerkermuseum

Im Handwerkermuseum befinden sich auf zwei Etagen Ausstellungsbereiche verschiedener Gewerke.

Im Erdgeschoß auf der großen Diele sind das auf der einen Seite Schuhmacher- (mit Sattler-), Druckerwerkstatt und auf der anderen Seite die holzverarbeitenden Gewerke Zimmerer, Tischler, Stellmacher, Harken- und Stielmacher, Werkzeugschleiferei und dazwischen das Malergewerk. Zudem gibt es Exponate des Seilers und des Zigarrenmachers.

Im Obergeschoß befinden sich zum einen der Ausstellungsbereich des Büromaschinenmechanikers mit historischen Rechen- und Schreibmaschinen, zum anderen den des historischen Fernmeldehandwerks mit den Bereichen Fernsprechapparate, Vermittlungstechnik, Fernsprechentstörung, Telegrafie, Linientechnik. Hinzu kommt der Textilraum, den sich die Gewerke Klöppeln, Schneidern, Spinnen und Weben teilen.

In der Bauhütte und der Schmiedehütte neben dem Museumsgebäude arbeiten weitere Gewerke, in der Bauhütte: Drechsler, Dreher, Schlosser, Müller und in der Schmiedehütte: Schmied und Schlosser.

An Markttagen oder an Gewerke-Schautagen kommen Gewerke wie das des Fischers, Imkers, Gärtners, der Glaskunst, des Korbmachers, Steinmetzes und Töpfers dazu.

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Zusätzlich im Handwerkermuseum

Im Obergeschoß des Gebäudes wird aktuell eine Ausstellung zur Geschichte der Lilienthaler Firma OZET, vom Fahrradgeschäft zur Kabelfabrik, präsentiert.

Im Gebäude befinden sich die Toilettenanlagen des Museumsgeländes, im Erdgeschoss ein behindertengerechtes WC und im Obergeschoss jeweils ein großes Damen- und Herren-WC.

Im Dachgeschoß des Museumsgebäudes sind ein Kontor, das Museumsdepot, die Bibliothek und das Vereins- und Museumsarchiv untergebracht. Dieses beinhaltet auch ein regionales Archiv zur Geschichte des Handwerks und der Landarbeit in der Weser-Elbe-Region. Dazu gehören etliche Dorf- und einige Firmenchroniken.

Zudem gibt es im Gebäude des Handwerkermuseums das Museumscafé, den Zunftraum, die Küche, das Flett. Diese Räume werden vom Verein gerne für private Feiern, wie Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen vermietet.

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Vom Pferdestall zum Museumsgebäude

Auf dem „Siebenmeierhof“ in Magelsen bei Hoya wurde 1993 der Pferdestall von Mitgliedern und einigen freiwilligen Helfern der „Oll’n Handwarkers ut Worphusen un annere Dörper“ e.V. abgebaut.

Die Übernahme dieses großen Stallgebäudes, das Abbauen in Magelsen und Translozieren nach Worphausen, kam durch die Interessengemeinschaft Bauernhaus / IGB e.V. zustande.

Bei diesem Abbau ist der Gründer des Vereins und langjähriger Vorsitzender Dirk Miesner tödlich verunglückt.

Das geborgene Fachwerk wurde danach einige Jahre in Worphausen eingelagert.

Der Wiederaufbau des Gebäudes und Ausbau zu einem Museum hat dann doch sehr viel Zeit und Mühe gekostet. Der „Zahn der Zeit“ hatte doch sehr am Fachwerk genagt. So waren doch umfangreiche Arbeiten zur Instandsetzung und Restauraion notwendig. Die alten Steine wurden wiederverwendet, mußten jedoch alle einzeln gereinigt werden.

Das nötige Geld für den Wiederaufbau wurde, bis auf einen Zuschuß vom Land Niedersachsen, von den Vereinsmitgliedern mit der Vorführung alter Handwerkstechniken und dem Betreiben eines „urigen Straßencafes“ auf Märkten und Volksfesten verdient. Zusätzlich wurden noch viele tausend Stunden von Vereinsmitgliedern am Gebäude gearbeitet.

Unterstützung gab es vom Landkreis Osterholz und vom Arbeitsamt. Leute wurden im Zuge von Arbeitsmarktmaßnahmen (ABM & ProArbeit) für den Verein fast kostenlos zur Verfügung gestellt.

Nach langen Jahren der Bauzeit konnte für das Gebäude zum 6. Historischen Handwerkermarkt im Mai 2005 auf dem Gelände des „Lilienhof“ in Worphausen eine Teileröffnung gefeiert werden. Es blieb jedoch noch einiges zu tun bis zum Mai 2006, wo das Handwerkermuseum auf dem „Lilienhof“ zum 7. Historischen Handwerkermarkt eröffnet wurde.

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