Unter dem Begriff RECHENMASCHINE sind mechanische Maschinen zu verstehen, die für die Durchführung von Rechenoperationen wie Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Division bestimmt sind und in einem mehrstelligen Zählwerk automatische Zehnerübertragungen durchführen können. Sie besitzen eine Einrichtung für die manuelle Eingabe numerischer Daten. Die Rechenergebnisse werden durch eine Ziffernanzeige und / oder Druckeinrichtung ausgegeben.

Für Rechenmaschinen, die nur addieren oder nur addieren und subtrahieren, wird oft auch der international weit verbreitete Begriff „Addiermaschine“ gebraucht.

Rechner ohne automatische Zehnerübertragung sind keine Rechenmaschinen und werden als „Rechenhilfen“ eingeordnet.

Die im „Handwerkermuseum des Lilienhofes“ ausgestellten Rechenmaschinen kommen aus den Fabriken verschiedener Hersteller des In- und Auslandes. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale dieser Maschinen sind:

  • Art des Rechensystems,
  • eingegebene Rechenwerte werden direkt oder in zwei Schritten in das Rechenwerk übertragen,
  • Hand- und / oder Elektroantrieb,
  • Dateneingabe mittels Zehnertastatur, Volltastatur, Hebel, Schieber oder Räder,
  • Datenausgabe mittels Ziffernanzeige und / oder Druckwerk
  • Anzahl der Rechenwerke,
  • Zusatzeinrichtungen wie Eingabeanzeige, Saldofunktion,
  • Löscheinrichtungen elektrisch oder manuell

Die hier und in den nachfolgenden Texten benutzten Fachbegriffe stammen im Wesentlichen aus der Fachsprache des Büromaschinenmechanikers und wurden auch in den Vorgaben der DIN 9751 / Blatt 1 bis 3 des Fachnormausschusses Bürowesen im Deutschen Normenausschuss verwendet.

Detailliertere Informationen finden sich hier:

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